Einweisung Wasserrettung Wölkbad

DLRG bereitet sich auf Freibadsaison vor

Obwohl das Geislinger Wölkbad erst Mitte Mai seine Pforten öffnet, veranstaltete die DLRG Geislingen bereits Ende April ihre traditionelle jährliche Einweisung in den Rettungswachdienst, den sie auch in diesem Jahr wieder an schönen Wochenenden und Feiertagen unterstützend für die Bäderleitung im Freibad auf ehrenamtlicher Basis für die Bevölkerung und Badegäste leisten wird. Bei idealen Witterungsbedingungen fanden sich die jugendlichen und erwachsenen Wachgänger vor dem Wachraum der Ortsgruppe am Samstagvormittag ein, wo sie von den Einsatzleitern der Rettungswache, Hagen Schröder und Christian Lang sowie dem Vorsitzenden Oliver Lang und zahlreichen Erste Hilfe Ausbildern begrüßt wurden. Nach einer kurzen Ansprache der Einsatzleiter zu den organisatorischen Angelegenheiten der Wache verwies Oliver Lang auf die Wichtigkeit und Bedeutung dieser satzungsgemäßen Aufgabe der DLRG, deren primäres Ziel das Verhindern des Ertrinkungstodes sowie die präventive Überwachung der Wasserflächen und das Leisten von lebensrettenden Sofortmaßnahmen sowie elementarer Erster Hilfe in Verletzungsfällen ist. Zudem betonte er den Stellenwert dieser Maßnahmen als repräsentative Öffentlichkeitsarbeit für die Ortsgruppe, die sich im Rahmen der Rettungswache über den gesamten Sommer hinweg der Allgemeinheit präsentiert und einen kleinen Einblick in die vielfältige ehrenamtliche Arbeit und Tätigkeiten bietet. Später gesellte sich auch der Geislinger Gruppenleiter der Bäderverwaltung, Manfred Baumholzer, zu den Rettungsschwimmern und überbrachte die Grüße der Stadtwerke und Bäderleitung und stimmte die Wachgänger auf eine gute Zusammenarbeit und eine hoffentlich unfallfreie Badesaison ein und dankte den DLRGlern für ihre Bereitschaft, wie in jedem Jahr auf diesem Gebiet tätig zu sein.
Dann begann das Stationstraining in Theorie und Praxis. Dieter Arz und Helga Haas lehrten die Rettungsschwimmer elementare Bergungstechniken am und im Wasser sowie den Einsatz der Schaufeltrage. Melanie Eisele unterrichtete in Maßnahmen der Ersten Hilfe, die vom einfachen Pflaster bis zum Druckverband und zur Messung des Blutdrucks reichten. Oliver Maier beschäftigte sich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung und Oliver Lang gab eine allgemeine Einweisung in die örtlichen Begebenheiten und erläuterte Rettungswege und einzuleitende Maßnahmen im Ernstfall. Mit den Sanitätshelfern unter den Rettungsschwimmern sowie den Wachleitern führten Stefan Autengruber und der kurz vor seinem Abschluss zum approbierten Arzt stehende Medizinstudent Stefan Keifenheim, der in naher Zukunft die Funktion des Ortsgruppenarztes ausfüllen soll, weiterführende Maßnahmen über die Erste Hilfe hinaus durch. So waren die Verwendung von Halskrausen, das Intubieren, der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) sowie in der Theorie das Legen von Infusionen und die Verabreichung von Medikamenten Inhalte der Ausbildung. Nach der Mittagspause, bei der sich die Rettungsschwimmer mit belegten Brötchen und erfrischenden Getränken stärkten, folgten dann noch praxisnahe, häufig vorkommende Unfallsimulationen rund um die Schwimmbecken. So wurden die DLRGler mit Bienenstichen konfrontiert, die allergische Schockreaktionen verursachen, mit Platzwunden, einem Sonnenstich sowie einer Wasserrettung mit Herz-Lungen-Wiederbelebung. Sämtliche eingeleiteten Maßnahmen wurden von den Ausbildern unmittelbar bewertet und im konstruktiven Feedbackgespräch analysiert.
Zufrieden und zuversichtlich im Blick auf die kommende Freibadsaison beendeten die Einsatzleiter am frühen Nachmittag nach sechs anstrengenden, aber lehrreichen Stunden, die Einweisung.


Foto: Der Großteil der Geislinger Rettungsschwimmer, die dieses Jahr während der Freibadsaison ehrenamtlich Rettungswache laufen


gez. Christian Lang