Licht und Schatten für DLRG-Jugend bei den Bezirksmeisterschaften

Mit den Bezirksmeisterschaften der DLRG-Jugend fand am vergangenen Wochenende eine Woche nach den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Bielefeld bereits der zweite Rettungsschwimmwettkampf für die DLRG Geislingen im laufenden Kalenderjahr statt. Teilnehmer aus allen Ortsgruppen des Bezirks Fils kämpften im Voralbbad in Heiningen um die begehrten Medaillenplätze und um eine gute Ausgangsposition im Rennen um die begehrten Tickets zu den Württembergischen Meisterschaften im Juli in Waiblingen, bei denen sich die besten Rettungsschwimmer aus allen 22 Bezirken des Landesverbands messen.
Den Auftakt der Bezirksmeisterschaften bildete am Samstag die Herz-Lungen-Wiederbelebung an Übungsphantomen, bei der von allen Rettungssportlern sowohl ein diagnostischer Block vom Auffinden des Notfallpatienten bis zur Einleitung der zu treffenden Maßnahmen der Rettungskette als auch die HLW selbst in Form von Herzdruckmassagen und Atemspenden über acht Zyklen zu absolvieren war. Die Jungs der Altersklasse 13/14 in Person von Daniel, Marco und Marcel Lang sowie Yannick Rösel und Philip Kolbas liefen hier bereits einem 400-Punkte-Rückstand hinterher, weil zwei der Maßnahmen als nicht bestanden gewertet wurden wegen eines falschen Druckpunktes bei der Herzdruckmassage. Gerrit Martel setzte seine HLW im Einzel ebenfalls unglücklich in den Sand. Trotz einer einwandfreien Maßnahme verwechselte er im diagnostischen Block die Reihenfolge der einzuleitenden Schritte der Rettungskette, was ein automatisches Nichtbestehen nach sich zog. Alle anderen DLRGler bestanden die HLW souverän.
Mit Licht und Schatten verliefen dann am Sonntag die Schwimmwettkämpfe für die Geislinger Rettungsschwimmer. In den Mannschaftswettbewerben mussten vier Disziplinen absolviert werden: Hindernisstaffel, Puppenstaffel, Gurtretterstaffel und Rettungsstaffel, im Einzel stand ebenfalls Hindernisschwimmen sowie Retten einer Puppe mit und ohne Flossen auf dem Programm.
An Medaillen mangelte es zunächst nicht. Die AK 13/14 machte den 400 Punkte Rückstand hochmotiviert vergessen, kämpfte sich ohne Strafpunkte auf Platz 3 vor und holte Bronze. 200 Strafpunkte wegen eines Wechselfehlers bei der Rettungsstaffel musste dagegen die gemischte AK 15/16 mit Steffen Schweizer, Gerrit Martel, Marion Lang sowie Julia und Maike Autengruber hinnehmen. Trotzdem gab es auch für dieses Team die Bronzemedaille. Ebenfalls auf dem dritten Platz beendeten die Jungs der AK 17/18 den Wettkampf. Die Medaille hatte aber einen bitteren Beigeschmack: in der Rettungsstaffel gab es eine glatte Disqualifikation für eine unerlaubte Übernahme der Puppe. Dieser Punkteverlust, sowie die Strafpunkte und fehlenden HLW-Punkte bei den anderen Mannschaften könnte die Qualifikation zu den Württembergischen Meisterschaften kosten, was sich alle so sehr erhofft hatten. Erst gar nicht an den Start gehen konnten leider kurzfristig die Mädchen der AK 15/16 aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls am Wettkampftag.
In den Einzelwettbewerben gab es für Daniel Schenke in der offenen Altersklasse ebenfalls die Bronzemedaille. Er hat gute Chancen auf das Weiterkommen zum Landesfinale.
Für den einzigen Bezirksmeistertitel und Gold sorgte wie in den Vorjahren Christian Lang in der männlichen Senioren-AK, die aber keine Qualifikationsebene darstellt. Weiterhin belegte in der AK 15/16 Steffen Schweizer einen undankbaren 4. Platz, gefolgt von Gerrit Martel auf Platz 5. Julia Autengruber wurde 7. bei den gleichaltrigen Mädels und Lara Gaisser wurde 10. in der AK 13/14.
Als Kampfrichter für die OG Geislingen waren Stefan und Regina Autengruber sowie Alexander Renz, Nicole Bötzel und Amelie Peiker vor Ort.

gez. Christian Lang