Zweiteilige Wacheinweisung absolviert – DLRG Geislingen gerüstet für Freibadsaison

Nachdem 2011 die Rettungswache der DLRG Geislingen aufgrund der Unstimmigkeiten mit der Bäderleitung kurz nach Freibaderöffnung zunächst ausgesetzt wurde, dann aber durch klare Regelungen noch während der letzten Saison im August wieder aufgenommen wurde, starten die Rettungsschwimmer der Ortsgruppe in diesem Jahr von Beginn an gut gerüstet in das alljährliche Tätigkeitsfeld im Wölkbad im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben der DLRG.

An schönen Wochenenden und Feiertagen werden somit auch in diesem Jahr wieder in bewährter Tradition Geislinger Rettungsschwimmer im Freibad in der Zeit zwischen 10:30 und 17:30 Uhr präsent sein und für die Sicherheit der Badegäste sorgen. Primäre Aufgabe der DLRG’ler ist dabei die Beobachtung der Wasserflächen und das Leisten von Erster Hilfe sowie die Information von Badegästen bei eventuellen Fragen. Wenn es die Besucherzahl zulässt, ist es möglich, von den Rettungsschwimmern das Seepferdchen und das Jugendschwimmabzeichen in Bronze abnehmen zu lassen. Die Ausbildungsstufen in Silber und Gold sind in der Regel zu aufwändig, um sie im Rahmen der Rettungswache durchzuführen, über Ausnahmefälle sowie die generelle Durchführbarkeit einer Abzeichenabnahme aufgrund der Situation im Bad entscheidet auf Anfrage der jeweilige Wachleiter. Es gibt aber in jedem Fall im Rahmen des Schülerferienprogramms einen separaten Termin am Freitag, den 3. August, an dem alle Abzeichen abgenommen werden.

Eine zweigeteilte Wacheinweisung stand in diesem Jahr im Vorfeld der Freibaderöffnung auf dem Programm der Ortsgruppe. Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Rettungsschwimmer im Wachraum im Wölkbad zu einem theoretischen Teil. Stefan Autengruber stellte den Inhalt des komplexen Sanitätsrucksacks vor und unterrichte die DLRG’ler darin, wo am schnellsten einzelne Materialien im Rahmen der Ersten Hilfe zu finden sind, wenn es zu einem Einsatzfall kommt. Vollständige Kurse in Erster Hilfe sowie zum Sanitätshelfer wurden von der Ortsgruppe bereits im Frühjahr durchgeführt. Der diesjährige Kurs dem Deutschen Rettungsschwimmabzeichen in Silber und Gold steht kurz vor dem Abschluss. Dieter Arz lehrte verschiedene Bergungsmethoden, u.a. unter Einsatz der Schaufeltrage sowie des „Spineboards“, einem schwimmfähigen Hilfsmittel zur Rettung verunfallter Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist. Weiterhin gab es vom Technischen Leiter Christian Lang, der zusammen mit Hagen Schröder wie in den Vorjahren die Rettungswache organisiert und koordiniert, eine kurze theoretische Unterweisung in die neuen Rahmenbedingungen der Rettungswache, die mit der Bäderleitung im Vorjahr ausgearbeitet wurden.

Am Samstag trafen sich die Rettungsschwimmer dann nach dem regulären Übungsbetrieb nochmals für den zweiten, eher praxisorientierten Teil der Wacheinweisung. Hier stand ein Rundgang durch das Wölkbad auf dem Programm, v.a. unter dem Aspekt, wo die schnellsten Rettungswege sind und weitere örtliche Besonderheiten. Außerdem wurde die Herz-Lungen-Wiederbelebung trainiert unter Zuhilfenahme eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED). Abschließend wurden einige Fallbeispiele zu typischen „Freibadunfällen“ simuliert, bei denen die Rettungswachgänger die nötigen Maßnahmen einzuleiten hatten. Hagen Schröder, Melanie Eisele, Helga Haas und Oliver Maier standen für diesen praktischen Wacheinweisungsteil als Ausbilder zur Verfügung.

Sowohl die Wachleitung der Ortsgruppe Geislingen, als auch der Vorstand und die Bäderleitung blicken optimistisch und in Erwartung guter Zusammenarbeit einer hoffentlich ruhigen, angenehmen und verletzungsfreien Freibadsaison 2012 entgegen.


gez. Christian Lang