DLRG auf Entdeckungstour

Jahresausflug der DLRG Ortsgruppe Geislingen führte nach Bruchsal

 

Die Geislinger DLRG-Gruppe vor einem Musikautomaten mit Feuerwehrkapelle.


Es ist nicht weit, aber viele kannten Bruchsal nicht. So machten sich die Geislinger Rettungsschwimmer am frühen Sonntagmorgen zur Entdeckungstour auf. Eine erste Herausforderung gab es am Stuttgarter Hauptbahnhof zu bestehen. Wegen des Austausches der Problemweiche, die zu drei Entgleisungen führte, gab es weite Fußwege zu zurückzulegen, um mit der S-Bahn nach Kornwestheim und von dort mit dem Regionalexpress nach Bruchsal zu kommen.

Voller Überraschungen war der Besuch des Deutschen Musikautomaten-Museums. Ab dem 19. Jahrhundert war es möglich Maschinen zu bauen, um mit Gewichten oder Dampfmaschinen Uhrwerke und Orgeln anzutreiben. Die Tasten werden mit Walzen und Metallstiften angeschlagen. In besonders aufwendigen Automaten sind echte Klaviere, Akkordeons, Geigen und vielerlei Rhythmusinstrumente verbaut, die mit vollem Klang Säle oder ganze Jahrmärkte beschallen können. Das Bild zeigt einen Automaten mit Feuerwehrkapelle. Die Feuerwehrleute sind beweglich. Die Automaten sind aufwendig restauriert und voll funktionsfähig. Die Lautstärke eines Jahrmarktautomaten ist in geschlossenen Räumen sehr heftig.

Seit den 1920er Jahren können die Anschläge der berühmtesten Pianisten auf Papierrollen festgehalten werden. Diese Papierrollen werden noch heute hergestellt, weil damit auf den besten Flügeln das virtuose Spiel wiedergegeben werden kann. Keine Elektronik kann ein Musikstück so perfekt wiedergeben, wie das Originalinstrument. Die Papierrollen sind von den Pianisten handsigniert. Allerdings, nur wenige können sich die Papierrollen und die Instrumente dazu leisten.

Am Nachmittag stand eine geführte Wanderung in das Naturerlebnis Hohlwege auf dem Programm. Im hügeligen Kraichgau wurden zwischen den Dörfern möglichst kurze Wege angelegt. Der steinarme Lößboden wird von Menschen, Tieren und Fuhrwerken an der Oberfläche gelöst und bei starkem Regen bergab geschwemmt. So werden die Wege immer tiefer. An den Seiten schützen geeignete Bäume und Sträucher die Hänge vor dem abrutschen. Und oben bietet das Laub angenehmen Sonnenschutz. Der freiliegende Boden bietet vielen Tieren, wie zum Beispiel Wildbienen, einen geeigneten Lebensraum.

Wanderführer Bernhard de Bortoli erklärt Pflanzen und Tiere der Hohlwege


Bei Pfälzer Saumagen und Bier einer Hausbrauerei ging der Tag in Bruchsal zu Ende. Am Stuttgarter Bahnhof war die Weiche immer noch nicht getauscht. Nur, dass jetzt die Fans von VfB und Eintracht Frankfurt und Urlauber und Wochenendpendler mit reichlich Gepäck das Durchkommen von der S-Bahn zu den verbliebenen Fernbahngleisen fast unmöglich machten. So kamen die Ausflügler etwas verspätet aber mit vielen neuen Erkenntnissen und bester Stimmung nach Geislingen zurück.

gez.
Karl Frey
Seniorenwart