Noch viel Luft nach oben für jugendliche Rettungsschwimmer bei den Bezirksmeisterschaften

Mit großen Ambitionen waren viele jugendliche Rettungsschwimmer der DLRG Geislingen zu den diesjährigen Bezirksmeisterschaften im Voralbbad Heiningen angetreten. Nach Wettkampfende hielt sich der Jubel allerdings in Grenzen, denn eine der wesentlichsten Erkenntnisse, die alle Beteiligten mit nach Hause nahmen, war, dass noch viel Luft nach oben zur Spitze und den vordersten Platzierungen ist, die eine sichere Garantie für eine Qualifikation zu den Württembergischen Meisterschaften bedeuten, die in diesem Jahr Anfang Juli in Biberach ausgetragen werden. In praktisch jeder Altersklasse dominierten die Schwimmerinnen und Schwimmer der Ortsgruppen Reichenbach und Bereitschaftspolizei Göppingen.


Der Auftakt zum Wettkampf verlief für die Geislinger zunächst äußerst vielversprechend und erfolgreich. Alle Mannschaftsteilnehmer absolvierten die obligatorische Herz-Lungen-Wiederbelebung erfolgreich und es blieben keine Punkte auf der Strecke. Einen fehlerfreien Wettkampf lieferten dann auch die mittlerweile äußerst routinierten Mädchen der AK 17/18 weiblich im Julia und Maike Autengruber, Marion Lang und Lara Mäschle ab. Die Bronzemedaille war der verdiente Lohn für die guten Leistungen und die Qualifikation zum Landesfinale ist dadurch ganz nahe, auch wenn der Abstand zur Silbermedaille als einziger Wehmutstropfen deutlich ausfiel. Eine zweite Bronzemedaille gab es für die Jungs der AK 15/16, die allerdings ausschließlich dadurch zustande kam, dass hier nur drei Mannschaften am Start waren. In drei von vier Disziplinen leistete sich das Team um Daniel, Marco und Marcel Lang sowie Yannick Rösel mehrere gleichermaßen leichtsinnige wie unnötige Fehler, die gnadenlos mit insgesamt 600 Strafpunkten und einer Disqualifikation geahndet wurden. Derartige Patzer waren bereits im Vorjahr passiert, während bei den Württembergischen Meisterschaften, für die es damals dennoch gereicht hatte, ein fehlerfreier Wettkampf zu Buche stand. Schwimmer wie Trainer waren daher umso fassungsloser, wie der Schwimmwettkampf nun erneut derart in den Sand gesetzt werden konnte.

Die Jungs der offenen Altersklasse um Timo und Steffen Fischer, Gerrit Nannen und Steffen Schweizer lagen aussichtsreich um die Medaillenränge im Rennen, doch auch ihnen passierte ein unnötiger Fehler in der Disziplin „Rettungsstaffel“, der in dieser Altersklasse nicht zu Strafpunkten sondern direkt zur Disqualifikation führt. Damit war der Podiumsplatz verloren und die Qualifikation zum Landesfinale ist gefährdet.

Bei den Einzelwettkämpfen traten die Geislinger zwar mit einem großen Aufgebot an, es zeigte sich aber schnell, dass Medaillenchancen nur theoretischer Natur waren. Erfolgreichste Schwimmerin war Marion Lang in der AK 17/18 auf Platz 5, ihre Teamkollegin Julia Autengruber büßte eine mögliche Medaille durch Strafpunkten leider ein und kam nur auf den siebten Rang. Steffen Schweizer wurde bei den Jungs in derselben Altersklasse Sechster, Daniel Lang fehlten Punkte aus der Einzel-HLW und kam dadurch nur auf den achten Platz in der AK 15/16. Seine Schwester Sandra wurde ebenfalls Achte in der AK 12, Jan Gaisser belegte Rang 7 in dieser AK bei den Jungen und Inga Rust kosteten Strafpunkte ebenfalls einige Plätze, sie landete in der AK 15/16 auf Rang 11.

Einmal blitze es dann am Ende doch noch Golden in der Bilanz der Geislinger DLRG’ler auf, bezeichnenderweise waren es aber einmal mehr die „Senioren“, die außer Konkurrenz bei den Bezirksmeisterschaften antraten und keine Qualifikationsmöglichkeit für das Landesfinale haben. Fehlerfrei wurden Roland Gaisser, Oliver Lang, Dieter Arz, Michael Autengruber und Bernd Lang Bezirksmeister.

Für alle Beteiligten gab es ein eindeutiges Fazit nach den Meisterschaften: Training, Training, Training und der Gewinn von mehr Wettkampfroutine.

gez. Christian Lang