Freiwillige Feuerwehr Bad Überkingen nimmt Einblick in das Rettungsschwimmen

Die Feuerwehren löschen, bergen und retten. Einige interessierte Feuerwehrleute der Bad Überkinger Wehr nahmen die Einladung der DLRG-Ortsgruppe Geislingen an der Steige an, und bekamen am Dienstag, 13. Mai im Fünf-Täler-Bad einen Einblick in das Rettungsschwimmen. Das besondere an der Wasserrettung ist, die Schnelligkeit des Eingreifens der Rettungsschwimmer. Unter Wasser wird das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt. Bereits nach wenigen Minuten kommt es zu bleibenden Gehirnschäden. Aus diesem Grund stellt die DLRG in öffentlichen Bädern, bei Sportveranstaltungen und an Badestränden ehrenamtliche Rettungsschwimmer bereit, die im Notfall schnell eingreifen können.

Unter Anleitung der Trainer Kerstin und Dieter Arz und Oliver Lang konnten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit einigen Übungen selbst erfahren, wie anstrengend es ist, einen verunfallten, erschöpften oder ohnmächtigen Menschen mit Muskelkraft im Wasser abzuschleppen. Da Ertrinkende sich häufig an ihre Retter klammern und damit sich selbst und den Retter in Gefahr bringen, wurde auch ein Befreiungsgriff ausprobiert. Weiter wurde geübt, wie mit Hilfsmitteln eine Wasserrettung erfolgen kann. Dazu wurden ein Rettungsgurt, ein Ball und ein Wurfsack eingesetzt. Zur Wasserrettung kann aber alles verwendet werden, was schwimmt. Im Feuerwehrauto findet sich dazu bestimmt ein Seil oder ein Feuerwehrschlauch.

Die Übungen kosteten viel Kraft, warfen aber auch interessante Fragen zur Wasserrettung auf, was zu einer lebhaften Diskussion führte und auch zu gegenseitiger Anerkennung der jeweiligen Leistung für die Rettung von Menschenleben.


Karl Frey
Seniorenwart


Bild: Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Bad Überkingen üben das Abschleppen eines erschöpften Schwimmers