Durchwachsene Saison auch für Geislinger Rettungsschwimmer

Nicht nur die Bäderbetreiber spürten den nicht gerade perfekten Badesommer in den Freibädern der Region. Auch die DLRG Geislingen leistete aufgrund der häufig durchwachsenen bis regnerischen Wetterbedingungen, gerade in den Hochsommermonaten der Schulsommerferien, deutlich weniger ehrenamtliche Wachstunden im 5-Täler-Bad als im letzten Jahr. „Wenn im August gerade mal an drei Wochenendtagen die Wache einberufen wird, der Dienst dann aber auch noch deutlich verkürzt stattfindet, dann ist das schon hochsignifikant bzgl. der Besuchersituation und schade“ fasste Christian Lang, Technischer Leiter und Leiter Einsatz der Rettungswache zusammen. „Wir waren mehr im Mai und Juni gefordert als im Juli und August.“

Insgesamt zogen die Rettungsschwimmer dennoch eine positive Bilanz. Obwohl unter dem Strich nur 217 Wachstunden zusammenkamen (in einer guten Saison sind es durchschnittlich 500 bis 800), engagierten sich dennoch 30 Jugendliche und Erwachsene im 5-Täler-Bad. 34-mal wurde Erste Hilfe geleistet, meistens handelte es sich dabei um harmlose Pflastervergaben durch Schürfwunden und Bienenstiche. Mit Steffen Schweizer und Maike Autengruber waren zwei Geislinger DLRG’ler darüber hinaus beim Zentralen Wasserrettungsdienst Küste auf der Ostseeinsel Fehmarn aktiv. Sie leisteten dort 126 weitere Wachstunden im Interesse der Badesicherheit deutscher Urlauber.

Das Interesse und die Bereitschaft zur Rettungswache sind groß und viele einst jugendliche Wachgänger sind mittlerweile bereits volljährig und übernehmen bereitwillig Verantwortung als Wachleiter. Der Ausbildungsstand ist deutlich gestiegen seit Stefan Autengruber, stv. Vorsitzender der Ortsgruppe, die Lehrqualifikation zum Sanitätsausbilder innehat und direkt in Geislingen Kurse zum Sanitätshelfer und Sanitäter abgehalten werden können. Nahezu alle jugendlichen DLRG’ler absolvieren nicht nur das Rettungsschwimmabzeichen in Silber sondern mit 16 Jahren auch das Rettungsschwimmabzeichen in Gold. In Kombination mit den medizinischen Lehrgängen ist das eine ideale Voraussetzung für eine leistungsfähige, ehrenamtliche Wachtruppe. Auch im Jugendbereich ist die DLRG Geislingen derzeit sehr gut aufgestellt. Neben zahlreichen Jugendaktivitäten und einem starken Besuch des Übungsbetriebs wächst gerade dadurch der Nachwuchs heran und steigt frühzeitig in den Bereich Rettungsschwimmen ein, sodass die Rettungswache auch in den kommenden Jahren gesichert ist. „Diese Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement ist großartig, aber keineswegs selbstverständlich. Die Ortsgruppe floriert und gerade die Jugend leistet wertvolle Arbeit auch in andere Bereiche der Ortsgruppe wie eben den Einsatzbereich mit der Rettungswache. Dafür gilt es ausdrücklich allen Rettungsschwimmern verbindlichsten Dank auszusprechen, in der Hoffnung, dass es weiterhin so gut läuft“ sagt Lang.
 
Mit dem Ende der Freibadsaison ist das Kalenderjahr der DLRG Geislingen aber keinesfalls beendet. Mit dem Schulbeginn starten auch wieder die regulären Übungsabende für die Kinder des Anfängerschwimmens, die Aktiven und Wettkampfschwimmer sowie das Aqua-Fitness. Die Ausbildungskurse sind nun allerdings beendet, zuletzt absolvierten mehrere Rettungsschwimmer bei Stefan Autengruber die Qualifikation zum Deutschen Schnorcheltauchabzeichen. Im Oktober steht mit den Ortsgruppenwettkämpfen das nächste Highlight auf dem Programm.

Susanne Jäger
Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit



Foto: Nicht das seltenste Bild in der mäßigen Freibadsaison 2014: engagierte ehrenamtliche Rettungsschwimmer der DLRG im 5 Täler Bad, aber weitgehend leere Schwimmbecken.